Pflanzenheilkunde - Naturheilpraxis & Heilpraktiker in 74722 Buchen (Odenwald)

Pflanzenheilkunde

Die Pflanzenheilkunde zählt zu einer der ältesten medizinischen Therapien und wird in allen Kulturen auf der ganzen Welt eingesetzt.

"Gegen jedes Leiden ist ein Kraut gewachsen" – ein Ausspruch, den sicher jeder von uns schon einmal gelesen oder gehört hat. Blätter, Blüten, Früchte, Samen, Wurzeln oder Knospen einer Pflanze können je nach pflanzlichem Wirkstoff für die Behandlung unterschiedlicher Beschwerden eingesetzt werden.

Pflanzliche Wirkstoffe können beispielsweise Bitterstoffe sein, die gerne zur Appetitanregung und Anregung der gesamten Verdauung, eingesetzt werden. 

Jede Pflanze hat ihre Wirkung, das kann auch eine Nebenwirkung sein, die so nicht erwünscht ist. Auch gibt es Pflanzen, die Wechselwirkungen mit bestimmten Medikamenten haben können. Sorgfältig auf Ihr Krankheitsgeschehen bedacht, wähle ich, wenn nötig eine bestimmte Pflanzenmischung oder ein Einzelpräparat aus, gegebenenfalls auch eine Teemischung oder auch ein Öl, eine Creme oder Tinktur.

Die Pflanzenheilkunde stellt ein ganzheitlich geprägtes Verfahren dar, das neben Körper auch Geist und Seele berücksichtigt. Sie unterstützt bei akuten und chronischen Erkrankungen oft auch parallel zur Schulmedizin und kann auch präventiv eingesetzt werden.

In meiner Naturheilpraxis setze ich gerne Urtinkturen und Gemmoextrakte ein.

Ihren Einsatz finden Urtinkturen bei chronischen, aber auch bei akuten Erkrankungen. Sie sind Frischpflanzpräparate – das bedeutet, sie werden aus frischen Pflanzen, durch Extraktion mit Alkohol hergestellt. Eine Urtinktur bringt das Wesen einer Pflanze so klar zum Ausdruck, wie es in keiner anderen Zubereitung passiert. Urtinkturen sind für mich besonders dann Mittel der Wahl, wenn ich, parallel zu einer körperlichen Problematik, die seelische Ebene des  Menschen ansprechen möchte. Hierfür wird die Pflanze als Urtinktur ausgewählt, zu deren Wesen der Mensch eine innere Beziehung hat , manchmal aber auch genau die, mit der er überhaupt nichts zu tun hat -  das nennen wir Polarität. Anziehung und Anspannung zeigen an, dass das Wesen der Pflanze eine Entsprechung mit uns hat.  Ich wähle in der Pflanzenheilkunde das passende Mittel für Sie, da es ganz oft mehrere Urtinkturen für ein körperliches Thema gibt.

Gemmoextrakte

Gemmoextrakte/Gemmomazerate werden aus den frischen Knospen/Triebspitzen von Sträuchern und Bäumen hergestellt. „Gemma“ bedeutet Knospe. Knospen und junge Triebspitzen, werden als das „Lebendigste“ einer Pflanze bezeichnet. Schon im Mittelalter war die Bedeutung der Knospe bekannt – damals fehlte nur die Möglichkeit, hergestellte Mittel über längere Zeit aufzubewahren. Dr. Pol Henry (1918 – 1988) erforschte schließlich, nach langen Untersuchungen, dass durch ein ausgewogenes Gemisch aus Wasser, Glycerin und Alkohol eine gute Haltbarkeit der Knospe möglich ist und gleichzeitig, lösen sich die wertvollen Inhaltstoffe aus den Knospen genau durch diese Art von Verarbeitung. Die Inhaltsstoffe sind Pflanzenhormone und sekundäre Pflanzenstoffe. Zu den Pflanzenhormonen gehören Auxine, Gibberelline, Cytokine, Abscisinsäure und Ethylen. Diese Phytohormone haben unterschiedliche Wirkungen auf die Knospenaktivität. Z.B. regen Cytokine des Stoffwechsel der jungen Triebe an und fördern das Längenwachstum. Phytohormone stimulieren, regulieren oder hemmen die Entwicklung der einzelnen Pflanzenteile. Sie steuern den Stoffwechsel, das Wachstum und die Entwicklung der Pflanzen.  Zu den sekundären Pflanzenstoffen gehören ätherische Öle, Polyphenole, Gerbstoffe, Bitterstoffe, Saponine…. Des weiteren sind Mineralstoffe, Spurenelemente und Vitamine darin zu finden. 

Ich möchte das am häufigsten angewendete Gemmotherapeutikum vorstellen - die schwarze Johannisbeere. Ihre Knospen bieten ein wahres Kraftpaket an - Vit C, Vit B1, B2, B3, B6, B12, Vit E, Magnesium, Kupfer, Eisen, Zink, Calcium, Aminosäuren, Enzyme, Polyphenole, Flavonoide, ätherische Öle und Harze. Die Wirkung zeigt sich in der Entzündungshemmung - wenn eine Entzündung beginnt oder wiederkehrt - z.B. bei einer Erkältung  oder  bei Beschwerden im HNO – Bereich. Schon bei den allerersten Anzeichen einer Erkältung sollte dieses Gemmomazerat eingenommen werden. Es kann das Immunsystem stärken und z.B. bei einer Rachenentzündung, die lokale Abwehr stärken. Die schwarze Johannisbeere ist das Akutmittel schlechthin. Die Inhaltsstoffe, lassen die Bezeichnung „pflanzliches Kortison“ zu - was auch den Einsatz bei Heuschnupfen, Allergien, Arthrose und anderen Gelenkerkrankungen, erklärt. Schon Hildegard von Bingen nannte die schwarze Johannisbeere den „Gichtbaum“ und hat die Beeren empfohlen.

Ich bevorzuge die Verabreichung als Mundspray. Dabei wird das Mittel direkt auf die Mundschleimhaut gesprüht. Bitte beachten Sie, dass Sie für ca 15 Min nach der Anwendung, nichts trinken oder essen. Das könnte die Wirksamkeit beeinträchtigen. Wenn diese Möglichkeit der Einnahme nicht möglich ist ( z.B. auch bei Kindern), dann empfiehlt sich das Aufsprühen auf die Haut in der Ellenbeuge. Die Haut führt den Wirkstoff direkt dem Organismus zu – hinterlässt lediglich klebrige Spuren.

Pflanzen sind aus meiner täglichen Praxis, nicht mehr wegzudenken. Sie ergänzen sich sehr gut mit der Idee der TCM. So hat doch jedes Kraut seine ganz eigene thermische Wirkung. Dabei spielt nicht nur die physikalische Temperatur des Krautes eine Rolle – also ob wir es warm oder kalt zu uns nehmen. Mit Thermik ist die Wirkung bezüglich des Temperaturverhaltens gemeint, die sich nach der Aufnahme allmählich entfaltet. Diese Entfaltung geschieht durch die energetische Eigenschaft, die jedem Kraut ( und übrigens jedem einzelnen Lebensmittels auch) innewohnt. Idealerweise sollte sich der Mensch , der das Kraut zu sich nimmt, sich  in dem zu dem Kraut passenden energetischen Zustand befinden. Ist ein Mensch ein Hitze – Typ ( übersteigerte Stoffwechselprozesse, innere Unruhe, beschleunigter Puls, stark riechende Blähungen….),  würde ihn ein Kraut, welches eine warme/heiße Thermik in seinen Körper bringt, nachteilig beeinflussen.  Ein energetisch im Körper warm wirkendes Kraut, könnte sich vorteilhaft auf einen Menschen auswirken, der ein Kälte – Typus ist. Um das an dem Beispiel der Schwarzen Johannisbeere zu erklären - dieses Kraut hat, aus Sicht der chinesischen Medizin, eine kühlende Thermik - daher ist es gut einsetzbar bei Entzündungen in den Gelenken oder Erkältungsbeschwerden.

Ich arbeite bei der Pflanzenheilkunde im Wesentlichen mit unseren westlichen Kräutern und lenke die Aufmerksamkeit und das Bewusstsein auf unsere Vegetation hier . Was wächst um uns herum und ganz speziell, was direkt in der unmittelbaren Nähe des Menschen , der meine Praxis aufsucht. Sehr gerne komme ich direkt zu ihnen nach Hause und zeige Ihnen Ihre Schätze im Garten. In der Pflanzenheilkunde heißt es : Wo die Pflanze gebraucht wird, da wächst sie auch. Das kann ich nur bestätigen. Ich habe auch festgestellt, dass ich auf meinen Spaziergängen durch die Natur, immer wieder denselben Pflanzen begegne und wenn ich genauer hinschaue, ist es oft das Kraut, welches mir gerade guttun würde.

Naturheilpraxis Lichtpunkt | Anna Daskaloudi-Lampe